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Pressemeldung aus der
Zeitschrift "Reisemobil International" (Ausgabe 10/98):
Die Dehler Yachtbau GmbH aus Meschede-Freienohl hat am 7.September 1998 Konkurs für den Bereich Yachten wie Reisenmobile beantragt. Das Unternehmen war zahlungsunfähig geworden, nachdem das Nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium abgelehnt hatte, eine Landesbürgschaft in Höhe von 16 Millionen Mark zu gewähren:
Ende August sei der Regierung die Bilanz des sauerländischen Unternehmens vorgelegt worden, deren ausgewiesenen Verluste eine solche Bürgschaft unmöglich gemacht hätten. Von dem Konkurs sind 250 Mitarbeiter der Dehler Yachtbau GmbH sowie 100 Arbeitsplätze bei Zulieferern betroffen.
Laut Mitteilung von Dehler kommt der "tiefe Einschnitt in das Sozialgefüge" des strukturschwachen Gebiets "trotz gefüllter Auftragsbücher und eines in der Umsetzung befindlichen Sanierungskonzeptes". Auch durch verstärktes Marketing und neue Produkte hätten sich die Aufträge bei Yachten um 25 Prozent gesteigert, bei Reisemobilen sogar um 50 Prozent. Immerhin hat Dehler in der jüngst beendeten Saison 310 Reisemobile verkauft und damit etwa ein Viertel des gesamten Umsatzes erwirtschaftet.
Nun hofft die Geschäftsleitung, mit einem noch zu findenden Investor eine Auffanggesellschaft zu gründen. "Entprechende Gespräche sehen erfolgversprechend aus." Auch für den Caravan Salon plant Dehler, mit einem Stand vertreten zu sein. Diese Entscheidung jedoch habe der Sequestor zu fällen. Er habe auch schon signalisiert, daß die Produktion von Reisemobilen in Zukunft möglicherweise weiterlaufen könne.
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Auf den Spuren von Dehler Mobile
Wir haben am Wochenende einen kleinen Abstecher zum ehemaligen Dehler Werk in Freienohl unternommen. Irgendwie scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Noch immer ragt eindrucksvoll die Segelyacht aus dem Gebäude. In den Firmengebäuden werden nach wie vor Dehler Yachten der Firma Dehler West gebaut. Neben den Hallen kann man die Formen der Yachten bewundern und kann sich ungefähr vorstellen, wie die Form einer Dehler Mobil Yacht ausgesehen haben muss. Im Eingangsbereich brannte noch Licht und man hatte fast das Gefühl Dehler Mobile gibt es immer noch und gleich geht die Tür auf und ein netter Mensch bittet uns zur Werksbesichtigung... Ja, das wäre schön gewesen. Ich beneide die wenigen, die das Werk während der Dehler Mobil Zeit besucht haben. Ich fand es schon aufregend das Werk zu besuchen und ich bin der Meinung, ein kurzer Besuch zum ehemaligen Geburtsstätte von Dehler lohnt sich für je
den Dehler Liebhaber.
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